Wissenswertes

 
Wärmebedarf
 
Achten Sie bei der Auswahl Ihres Ofens neben optischen Überlegungen auch auf Ihren Wärmebedarf. Bei gut isolierten Neubauwohnungen brauchen Sie weniger, bei Altbauwohnungen benötigen Sie bei gleicher Raumgröße mehr Leistung. Entscheiden Sie auch, ob Sie den Ofen als Zusatzheizung oder Vollraumheizung im Dauerbetrieb nutzen möchten. Raumheizvermögen Die Daten sind für ungünstige Heizbedingungen ermittelt. Für Gebäude, die die Anforderungen der Wärmeverordnung erfüllen, ist der benötigte Heizbedarf = Wärmebedarf niedriger. Bitte überprüfen Sie bei der Auswahl Ihres Ofens die Raumgröße des Aufstellortes.
 
bei zu hoch gewählten Leistungen wird der optimale Wirkungsgrad nicht erreicht, dadurch entstehen unnötig hohe Heizkosten. Ein andauernder Betrieb mit geringer Leistung hat die Bildung eines Rußbelages im Ofen, insbesondere auf der Sichtfensterscheibe zur Folge. Bei Betrieb mit Nennwärmeleistung belegen sich die Ofenwand und die Sichtfenster nur minimal. Ein Betrieb mit wechselnder Leistung hat die Bildung von Ruß, besonders auf der Sichtscheibe, zur Folge. Des Weiteren kann es möglicherweise zu einer Versottung im Schornstein kommen.
 
bei zu niedrig gewählter Heizleistung ist darauf zu achten: Es besteht hier die Gefahr, dass das Heizgerät fortwährend stark überlastet wird und dadurch auch schnell Schaden nehmen kann. Bei einer Überheizung dieser Geräteist davon auszugehen, dass die Herstellergarantie erlischt.
 
Schornstein
 
Es ist darauf zu achten, dass der Schornstein geeignet ist, um die gewünschte Feuerstätte anschließen zu können. Die Daten für die Schornsteinberechnung sind unter den technischen Daten der einzelnen Öfen aufgeführt. Mit diesen Werten, Abmessungen und örtlichen Gegebenheiten Ihres Schornsteins kann genau berechnet werden, ob Ihr Schornstein für den ausgewählten Ofen geeignet ist.
 
Bauarten der Kaminöfen
 
Unsere Kaminöfen der Bauart 1 haben einen geschlossenen Feuerraum, dessen Tür nur zur Bedienung geöffnet wird. Die Tür muss selbstschließend sein. Es ist gestattet, bei ausreichenden Zugverhältnissen mehrere Öfen der Bauart 1 an den gleichen Schornstein anzuschließen.
 
Rohranschluss
 
Die Stahlkaminöfen haben einen Rohranschluss von 16 cm Durchmesser. Damit das doppelwandige Wandfutter eingesetzt werden kann, ist dafür ein Anschlussformteil – lichte Weite 18 cm – erforderlich. Der Anschluss ist bei manchen Modellen oben, bei anderen hinten. Bei jedem Ofen im Katalog ist im Werkplan die Rohranschlusshöhe angegeben, damit Sie schon vor dem Kauf des Ofens den Schornsteinanschluss vorbereiten können.
 
Drosselklappe
 
Das Zugverhältnis Ihres Schornsteins kann je nach Wetterlage, Außentemperatur, Windverhältnissen und Belastung sehr unterschiedlich sein. Es ist ratsam, je nach Möglichkeit Rohrbögen mit Drosselklappe zu nehmen.
 
Wärmeabgabe
 
Die Stahlkaminöfen und Dauerbrandöfen sind vor allem Konvektionsöfen. Die kalte Luft steigt zwischen Außenwand und Feuerraum hoch, erwärmt sich und heizt die Räumlichkeit mit warmer Luft auf. Zudem geben die warmen Ofenkörper, vor allem die großen Panoramascheiben, Wärme ab. Bei den Öfen, die mit Speckstein oder Kacheln verkleidet sind, speichert die Verkleidung die Wärme, so dass nach Erlöschen des Feuers noch gewisse Zeit Wärme an den Raum abgegeben wird.
 
Wirkungsgrad
 
KAGO-Öfen erreichen einen Wirkungsgrad von mindesten 70 %, d. h. dass von der Energiemenge, die in den Brennstoffen enthalten ist, mindestens 70 % als tatsächliche Heizenergie abgegeben wird.
 
Rußbildung
 
Die Kaminöfen bieten außer der wohligen Wärme zusätzlich auch einen optimalen Genuss; durch die großen Panoramascheiben können Sie das Flammenspiel beobachten. Dieser Spaß ist dann vorbei, wenn die Scheibe verrußt. Eine Verrußung der Sichtscheibe ist immer auf eine schlechte Verbrennung zurückzuführen. Die Ursache hierfür kann folgendes sein:
 
  • Schornstein zieht nicht ausreichend
  • Rußablagerungen im Schornstein oder im Anschlussrohr, vor allem an der Drosselklappe
  • zu wenig Brennstoff aufgelegt
  • zu wenig Sauerstoffzufuhr (Schieber zu klein gestellt)
  • nicht geeigneter Brennstoff bzw. zu feuchtes Scheitholz
Umweltschutz
 
Die in unserem Lieferprogramm befindlichen Öfen sind nach dem neuesten Stand der Technik konstruiert und gebaut. Die angewendete Heizeinsatztechnik ermöglicht eine sehr niedrige Schadstoffemission, dadurch liegen die entsprechenden Werte meist unter den geforderten Maximalwerten der entsprechenden DIN-Normen. Bei vielen Geräten sind die Werte sogar erheblich niedriger als gefordert. Bei den meisten Kaminöfen ist sogar die Staubemission bei den Abgasen geprüft und liegt unter den geforderten Werten (Münchener/ Regensburger Verordnung). Zur Umweltschonung gehört auch der hohe Wirkungsgrad unserer Öfen, weil mit weniger Brennstoff (= niedrigere Belastung), die gleiche Leistung erreicht wird. Wir bitten Sie allerdings zu beachten, dass praktizierter Umweltschutz nicht nur eine Frage der Umweltverträglichkeit des Brennstoffes und des modernen Heizgerätes ist. Zur Vermeidung unnötiger Emissionen gehören:
 
  • richtiger Brennstoff, z. B. ofengetrocknetes Kaminholz (Holzrestfeuchte unter 23 % ist gefordert)
  • richtige Feuerstätte und Schornstein
  • richtige Handhabung
Bei richtiger Bedienung der Heizgeräte können die Emissionen bei der Verbrennung von hochwertigen Briketts aus Braunkohle und Holz deutlich gesenkt werden. Auch wieder zunächst die wichtigste Empfehlung:
 
Unbedingt die Bedienungsanleitung des Heizgerätes beachten und nur geeignete Brennstoffe verheizen (Holzrestfeuchte unter 23 %).
 
Verpackung
 
Ein Beitrag zum Umweltschutz: Die Modelle werden in umweltfreundlicher Verpackung (Grüner Punkt) geliefert.
 
Transport
 
Die Öfen sollen immer stehend transportiert und niemals an den Griffen hochgehoben werden. Sollte die Feuerstätte, aus welchen Gründen auch immer, nach unten gekippt werden, müssen alle beweglichen Teile (Verkleidungsplatten, Deckel, Feuerungsrost, evtl. Schamottesteinplatten etc.) vorher entfernt werden.
 
Aufbau
 
Unsere Heizgeräte werden aus hochwertigen Materialien hergestellt. Alle Teile, die der Feuerung direkt ausgesetzt werden, sind hitzebeständig. Bei Grauguss-Kaminöfen ist zu berücksichtigen, dass es bei Grauguss, wie auch bei allen anderen Gussteilen, nicht möglich ist, eine millimetergenaue Fertigung aller Teile vorzunehmen. Diese Maßtoleranzen sind fertigungstechnisch nicht zu vermeidende Eigenschaften und stellen grundsätzlich keinen Mangel dar. Des Weiteren kann sich bei einem Überhitzen des Kaminofens ein gewisses Ausdampfen an den Gussteilen zeigen. Dieses kann im Extremfall dazu führen, dass sich im Bereich des Türrahmens kleine Bläschen oder geringfügige Abplatzungen ergeben. Die Tür und der Türrahmen sind die thermisch am stärksten belasteten Bereiche des Heizgerätes. Aus diesem Grund bitten wir Sie darauf zu achten, dass Ihre Feuerstätte immer nach unseren Vorgaben, d. h. entsprechend unserer Bedienungsanleitung betrieben wird. Die Feuerrauminnenauskleidung besteht je nach Modell aus:
 
  • Schamottesteine
  • Vermiculite
  • Gusseisen
  • Feuerfeste Spezialmischung
 
Diese Materialien schützen die Feuerraumwände und -Boden vor Überhitzung. Die Schamottesteine sind aus hochhitzebeständigen, in der Natur vorkommenden Rohstoffen zusammengestellt, mit Wasserzusatz geformt und bei hohen Temperaturen (ca. 1.300 °C) gebrannt. Die Panoramafenster sind aus hitzebeständigem Keramikglas. Bei diesen Scheiben ist meist eine Luftzufuhr vorgesehen, um die Temperatur zu senken und die Rußbildung zu vermindern (Scheibenspülung). Bei einem ordnungsgemäß aufgestellten und benutzten Ofen garantieren unsere Materialien eine sehr hohe Lebensdauer. Aufstellung der Öfen Je nach Gerät ist das Gewicht und damit auch die Statik des Hauses zu beachten. Darüber hinaus muss festgelegt werden, wo das Ofenrohr installiert wird. Wenn Sie Ihre Feuerstätte mit Braunkohlenbriketts beheizen wollen, beachten Sie bitte, dass die Feuerstätte über einen Rost verfügt, der auch die Verbrennung von Holz positiv beeinflussen kann. Die Kaminöfen müssen mit einem Mindestabstand zur Rückwand und Seitenwänden von mind. 20 cm aufgestellt werden. Dieser Abstand ist bei jedem Modell unter den technischen Daten aufgeführt. Im Strahlungsbereich der Sichtfenstertür und Seite dürfen sich im Abstand von etwa 80 cm Radius, nach vorne gemessen, keine brennbaren Gegenstände befinden oder aufgestellt werden. Eine Unterschreitung von 80 cm auf 40 cm ist möglich, wenn eine allseitige Hinterlüftung der Scheibe gewährleistet ist. Besteht der Fußboden aus brennbaren oder temperaturempfindlichen Materialien, wie z. B. Holz, Parkett, Spanplatte, PVC, Linoleum, Kork oder Teppich aus Natur- oder Kunstfasern, muss eine nicht brennbare Bodenplatte (Marmor, Glas usw.) vorgesehen werden.
 
Brennstoffe
 
Je nach Modell können die Kaminöfen und Heizeinsätze mit trockenem Holz (unter 23 % Restfeuchte) oder Braunkohlebriketts, oder auch einige mit Holzkohlebriketts befeuert werden. Achtung! Keine Steinkohle, Koks! Bitte verwenden Sie immer nur die geeigneten Materialien lt. Bedienungsanleitung, damit Ihr Ofen keinen Schaden erleidet und die Umwelt nicht unnötig belastet wird. Das Verbrennen von Abfall ist gemäß Bundesemissionsschutzverordnung verboten.
 
Bitte vor Inbetriebnahme Ihres Ofens die Bedienungsanleitung sorgfältig lesen.
 
Frischluftversorgung
 
Jeder Kaminofen, Heizkamin oder Dauerbrandofen braucht für den einwandfreien Brand eine ausreichende Menge von Frischluft. Diese Luft entnimmt der Ofen dem Raum, wo er aufgestellt wird. Es ist sehr wichtig, während des Betriebes Ihrer Feuerstätte für ausreichend frische Luft zu sorgen. Ein regelmäßiges Lüften der Räume soll aus diesem Grunde immer vorgenommen werden.
 
Die Luft wird durch verschiedene geeignete Maßnahmen in den Ofen eingesaugt. Ein Kaminofen mit z. B. 8 kW Wärmeleistung verbraucht etwa 25 m3 Frischluft pro Stunde. Eine nicht ausreichende Frischluftversorgung führt nicht nur zu einem schlechten Abbrand der Brennstoffe, sondern kann auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Hinweis: Für Niedrigenergie- und Passivhäuser benötigen Sie eine raumluftunabhängige Feuerstätte. Bei Vorhandensein einer kontrollierten Wohnraumlüftung  ist diese zwingend notwendig.
 
 
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